Einige Informationen zur Sperrung des Radikal-Servers
Zensur! Die deutsche Staatsanwaltschaft macht ihrem Ruf wieder alle Ehre. Sie
versucht über den Zusammenschluß der deutschen Provider, dem
"Electronic Commerce Forum e.V." (ECO), die
Verbreitung der links-autonomen Zeitschrift "Radikal" zu verhindern. In einer
Erklärung weist der
Anwalt des ECO darauf hin, daß die Provider für den Inhalt
übermittelter Daten schlecht verantwortlich gemacht werden können.
Dennoch empfiehlt der ECO den Mitgliedern, die sich dem Selbstzensur-Projekt
Internet Content Task Force
(ICTF) angeschlossen haben, die entsprechenden Seiten zu sperren,
statt sich gemeinsam gegen diesen Zensur-Eingriff zu wehren. Daß sich
die Provider gegen die Maßnahmen, die durch den §90 des TKG
auf sie zukommen, zur Wehr setzen werden, scheint mir nunmehr immer fraglicher.
Im Ausland haben sich
schon etliche Mirror
Sites gebildet, die die Zeitschrift spiegeln.
Durch die Sperrung der Radikal-Server sind auch diejenigen in Mitleidenschaft
gezogen, die ganz "harmlose" Daten auf diesen Servern anbieten.
In der Newsgroup de.soc.netzwesen wird
momentan eine angeregte Debatte zu dem Thema geführt.
Presseerklärung
des FoeBuD e.V.
Presseerklärung
des FIfF e.V.
Presseerklärung
des FITUG e.V.
Bericht in DOS
Artikel von Felipe Rodriquez
Spiegel-Interview mit dem Generalbundesanwalt Kay Nehm
Interview mit PDS-Politikerin Angela Marquardt zu ihrem
Gerichtsverfahren wegen des Links auf RADIKAL
Nicolas Reichelt
© 1996 INM
- Institut für Neue Medien, Daimlerstraße 32, 60314 Frankfurt,
Germany, Tel: +49-69-941963-10 Fax: +49-69-941963-22 info@inm.de
97-02-06