Einige Informationen zur Sperrung des Radikal-Servers


Zensur! Die deutsche Staatsanwaltschaft macht ihrem Ruf wieder alle Ehre. Sie versucht über den Zusammenschluß der deutschen Provider, dem "Electronic Commerce Forum e.V." (ECO), die Verbreitung der links-autonomen Zeitschrift "Radikal" zu verhindern. In einer Erklärung weist der Anwalt des ECO darauf hin, daß die Provider für den Inhalt übermittelter Daten schlecht verantwortlich gemacht werden können. Dennoch empfiehlt der ECO den Mitgliedern, die sich dem Selbstzensur-Projekt Internet Content Task Force (ICTF) angeschlossen haben, die entsprechenden Seiten zu sperren, statt sich gemeinsam gegen diesen Zensur-Eingriff zu wehren. Daß sich die Provider gegen die Maßnahmen, die durch den §90 des TKG auf sie zukommen, zur Wehr setzen werden, scheint mir nunmehr immer fraglicher.
Im Ausland haben sich schon etliche Mirror Sites gebildet, die die Zeitschrift spiegeln. Durch die Sperrung der Radikal-Server sind auch diejenigen in Mitleidenschaft gezogen, die ganz "harmlose" Daten auf diesen Servern anbieten. In der Newsgroup de.soc.netzwesen wird momentan eine angeregte Debatte zu dem Thema geführt.
  • Presseerklärung des FoeBuD e.V.
  • Presseerklärung des FIfF e.V.
  • Presseerklärung des FITUG e.V.
  • Bericht in DOS
  • Artikel von Felipe Rodriquez
  • Spiegel-Interview mit dem Generalbundesanwalt Kay Nehm
  • Interview mit PDS-Politikerin Angela Marquardt zu ihrem Gerichtsverfahren wegen des Links auf RADIKAL

    Nicolas Reichelt
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    97-02-06